1923 1923
1923 1923
1923 1923
1927 1927
1927 1927
1932 1932
1935 1935
1948 1948
1950 1950
1951 1951
1952 1952
1967 1967
1968 1968
1970 1970
1973 1973
1976 1976
1983 1983
1984 1984
1985 1985
1990 1990
1992 1992
1993 1993

1923

Gegründet wurde die Firma Walter Graf u. Co. am 1. Juli 1923 von Walter Graf zusammen mit einem Partner im thüringischen Schmiedefeld am Rennsteig. Das Bild zeicht den Firmengründer Walter Graf.

1923

Das Bild zeigt die erste Produktionsstätte der Walter Graf & Co. in Schmiedefeld, einen Gasthof. Im Untergeschoss waren 15 Mitarbeiter beschäftigt.

1923

Die neu gegründete Firma begann ihre Firmenaktivität mit der Herstellung von Injektionsspritzen aus Glas. Der Bedarf an Ganzglasspritzen, einer Weiterentwicklung der bisher bekannten, sogenannten Rekordspritzen bestehend aus Glaszylindern und Metallteilen, war schon damals sehr groß.

Die Herstellung dieser Glasspritzen erforderte damals wie heute großes handwerkliches Geschick. Erst mit den Jahren kamen Hilfsmittel und Werkzeuge zum Einsatz, die nach eigenen Vorstellungen hergestellt wurden und zu einer wesentlich effizienteren Produktion beitrugen.

1927

Ab 1927 führte Walter Graf das Unternehmen alleine weiter. Er bezog weitere Räume im Anwesen seines Schwiegervaters, um die Produktion zu vergrößern.

Ebenfalls im Jahr 1927 erschien der erste Katalog ‚Glasinstrumente und Geräte für Chirurgie, Krankenpflege, Laboratorium‘. Vorrangig arbeitete das die Firma für den Export, besonders in die USA.

1927

Das Warenzeichen FORTUNA WGCO wurde – im Zeichen der Glücksgöttin – in die Warenzeichenrolle eingetragen.

1932

1932 und 1933 galt es große Schwierigkeiten zu überwinden, da Kunden aus Amerika keine Lieferungen mehr abnahmen. Unter großen Anstrengungen wurden die nachfolgenden Jahre gemeistert. Das Bild zeigt die erweiterte Produktionsstätte.

1935

1935 wurde eine Neuentwicklung auf den Markt gebracht, die „ORIGINAL FORTUNA Pipette D.R.G.M“. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Pipette und Ansaugpumpe. Man musste nun bei Mess- und Vollpipetten sowie bei Westergren-Blutuntersuchungspipetten nicht mehr mit dem Mund pipettieren, sondern konnte die Flüssigkeit mit dem Glaskolben ansaugen. Damit wurde die Sicherheit im Labor wesentlich erhöht. Die Original Mess- und Vollpipetten sind auch heute noch in modifizierter Form im Lieferprogramm.

Während des 2. Weltkrieges belieferte das Unternehmen den Fachhandel und das deutsche Sanitätswesen. Die Belegschaft war zwischenzeitlich auf 30 Mitarbeiter angewachsen. Nach dem Zusammenbruch 1945 orderte das Land Thüringen im Auftrag der russischen Besatzungsmacht für Reparationszwecke bedeutende Mengen an Glaszylindern für Rekordspritzen und Janetzylindern, deren Produktion schon 1927 aufgenommen worden war.

1948

Den organisatorischen Fähigkeiten von Walter Graf war es zu verdanken, dass in den schweren Jahren 1947-1948 noch ein respektabler Betriebsneubau erstellt werden konnte.

Leider boten sich aufgrund der veränderten Verhältnisse im östlichen Teil Deutschlands für die Zukunft wenig Chancen für freie unternehmerische Entfaltung.

1950

Daher entschloss sich die Familie im Sommer 1950 nach Wertheim überzusiedeln, wo schon einige glasverarbeitende Firmen Zuflucht gefunden hatten. Im Kellerraum eines Gebäudes des ehemaligen Fliegerhorstes auf dem Reinhardshof begann ein neuer Abschnitt in der Firmengeschichte.

Noch im Jahr 1950 folgten treue Mitarbeiter aus Thüringen nach Wertheim.

1951

Die Produktion von Glasspritzen, Zylindern und Laborgeräten bot die Möglichkeit neuer Anlernberufe. Tatkräftige Unterstützung beim Wiederaufbau leisteten auch die Stadt Wertheim sowie das Land Baden-Württemberg. 1951 übernahm die US Armee das Gelände am Reinhardshof. In der Zwischenzeit war ein Neubau in Wertheim-Hofgarten erstellt worden. Neue Fertigungsmethoden kamen zum Einsatz. Die ersten Maschinen für Serienproduktionen wurden angeschafft.

Ein 1950 erschienener Katalog speziell für Glasspritzen trug zu einer sehr guten Beschäftigungslage bei. Auf dem Gebiet des Siebdruckverfahrens für Glasgeräte leistete die Firma Pionierarbeit. Ab 1953/1954 wurde dieses Beschriftungsverfahren erfolgreich angewendet.

Das Bild zeigt das neue Betriebsgebäude in Wertheim-Hofgarten, 1951.

1952

Die beiden Söhne Helmut und Siegfried Graf, die schon im thüringischen Betrieb tätig waren, traten 1950 bzw. 1953 als Teilhaber in das Unternehmen ein. Bis Anfang der 60er Jahre wurden die Teile für Injektionsspritzen individuell bearbeitet, Kolben und Zylinder einzeln eingepasst.

Die Walter Graf u. Co. GmbH war eine der ersten Firmen in Europa, die die neue revolutionierende Technik des Kalibrierens von Glasröhren in µ-Toleranzen (0,001mm) für die Produktion von Glaszylindern einführte. Nun war es möglich, Kolben/Zylinder-Systeme auswechselbar herzustellen. Auch heute noch sind wir einer der wenigen Hersteller, die diese Produktionstechnik beherrschen.

Das Bild zeigt einen Auszug aus einem Katalog aus dem Jahre 1952.

1967

Im Jahre 1967 erschien ein weiterer Katalog „FORTUNA® Glasgeräte für die Maßanalyse“.

1968

Walter Graf verstarb während dieser Aufbauphase unerwartet im März 1968 und hinterließ eine schmerzliche Lücke. Das Unternehmen wurde nach seinem Tod durch seine Söhne Helmut und Siegfried weitergeführt.

1970

1970 entschloss man sich die Gebäude der Nachbarfirma zu übernehmen und damit die Produktionskapazität zu erhöhen.(Luftbildaufnahme stammt aus dem Jahr 1971.)

1973

1973 erschien der neue Katalog „GRAF Glas 73“ mit 350 Seiten.

1976

In den kommenden Jahren vollzog sich ein Strukturwandel in der Verwendung klassischer Laborgläser. Der Bedarf an halbautomatischen Pipettierhilfen nahm zu. Gerade gefährliche Chemikalien mussten sicher und schnell dosiert werden können.

Der Durchbruch gelang 1976 mit dem FORTUNA® OPTIFIX® Flaschenaufsatz-Dispenser, der – ständig weiterentwickelt – heute zu den besten Produkten seiner Klasse gehört.

1983

1983, im Jahre des 60-jährigen Jubiläums gelang es, ein neues Dosiersystem auf den Markt zu bringen eine besondere mikroprozessorgesteuerte Dosierstation FORTUNA OPTIMAT.

1984

Am 1. Januar 1984 tritt Hans Graf in die Firma ein. Nach einem Auslandsaufenthalt kehrt er 1986 wieder zum Familienunternehmen zurück.1988 erhält er Handlungsvollmacht. Am 1.7.1989 tritt ein neuer Gesellschaftsvertrag in Kraft, in dem die Nachfolgefrage eindeutig geregelt wurde. Am 1.7.1989 erhält Hans Graf Einzeiprokura. Am 20.1.1992 wird Hans Graf alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer und führt zusammen mit Siegfried Graf das Unternehmen.

1985

Ein neuer Katalog erscheint.

1990

1990 fasste der Gesellschafter Helmut Graf den Entschluss, aus persönlichen Gründen aus der Geschäftsführung auszuscheiden. Er ist weiterhin Berater der Firma gewesen.

1992

test in here

1993

1993 wurde auf der ILMAC in Basel den neuen FORTUNA OPTIFIX-Dispenser aus: mit einem komplett neu entwickelten Fingerschutzsystem und einem neuen Volumeneinstellsystem und dem FIX-Adapter, um auf der Flasche in die Richtung gedreht zu werden, die gewünscht ist.